Kaufleute

Betrieblich organisierte Grundbildung (BOG) und schulisch organisierte Grundbildung (SOG) Kauffrau/Kaufmann EFZ

Das eidgenössische Fähigkeitszeugnis «Kauffrau/Kaufmann EFZ» kann über verschiedene Bildungsgänge erzielt werden. 

Am Bekanntesten ist die klassische Ausbildung über drei Jahre, die so genannte betrieblich organisierte Grundbildung (BOG). Die Lernenden arbeiten und lernen drei Tage pro Woche im Betrieb und besuchen während zwei Tagen im ersten und zweiten Lehrjahr die Berufsfachschule, im dritten Lehrjahr noch an einem Tag. Die überbetrieblichen Kurse (üK) der Branche dauern maximal 18 Tage und sind über die drei Ausbildungsjahre verteilt. Der Lehrvertrag regelt das Verhältnis zwischen dem Ausbildungsbetrieb und den Lernenden. 

Bei der schulisch organisierten Grundbildung (SOG) sind zwei Modelle möglich: Das konzentrierte Modell, in welchem der Schulunterricht durch ein betriebliches Langzeitpraktikum von zwölf Monaten sowie mit überbetrieblichen Kursen ergänzt wird und das integrierte Modell, welches kein Langzeitpraktikum kennt und die berufliche Praxis in der Schule behandelt. Die Branche «Öffentliche Verwaltung / Administration publique / Amministrazione pubblica» engagiert sich einzig im konzentrierten Modell, und hier vornehmlich mit der Umsetzungsvariante der Handelsmittelschulen 3+1. Das Verhältnis zwischen dem Ausbildungsbetrieb und den BM-W Praktikantinnen und BM-W Praktikanten wird in einem Praktikumsvertrag geregelt.  

Was die Lernenden der BOG sowie die BM-W Praktikantinnen und BM-W Praktikanten der SOG konkret lernen, ist in verschiedenen Dokumenten definiert. Diese bilden die Grundlage für die Planung und Durchführung der Ausbildung. Alle in den Leistungszielkatalogen aufgeführten Bildungsziele sind verbindlich und prüfungsrelevant. Sie gelten als Mindestanforderung für die Ausbildung und als Maximalanspruch für das Qualifikationsverfahren. 

Das Bundesgesetz über die Berufsbildung verlangt dass neu auch die BM-W Praktikanten während ihrer Zeit im Betrieb...

·       4-5 Tage überbetrieblichen Kurs (üK) absolvieren

·       2 Arbeits- und Lernsituationen (ALS) erstellen

·       eine Prozesseinheit (PE) erarbeiten

·       die Lern- und Leistungsdokumentation (LLD) führen

·       am Ende ihres Praktikums eine betriebliche Abschlussprüfung (schriftlich und mündlich) absolvieren

Die Ausbildung zur Kauffrau EFZ / zum Kaufman EFZ (HMS 3+1) ist in zwei Bereiche eingeteilt:

- Schulischer Bereich

Du besuchst während 3 Jahren eine der 5 Handelsmittelschulen des Kantons Wallis (theoretische Kenntnisse)

OMS St. Ursula, Brig 

Handels- und Fachmittelschule, Siders 

Ecole de Commerce et de Culture Générale, Sion 

Ecole de Commerce et de Culture Générale, Martigny 

Ecole de Commerce et de Culture Générale, Monthey 

- Betrieblicher Bereich

Als BM-W Praktikant beim Kanton Wallis oder einer Gemeinde, besuchst du während deiner Ausbildung die üK‘s  (4-5 Tage) der Branche öffentliche Verwaltung (Standortmarketing, Staatsaufgaben, Personalmanagement, etc.). Ein BM-W Praktikant in einem Treuhandbüro wird zum Beispiel seine üK’s bei der Branche D+A (Dienstleistung und Administration) absolvieren.

Die üK’s unterstützen den Lernerfolg, indem sie grundlegende und branchentypische Kompetenzen vermitteln.

Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis (EFZ)

Nach einem erfolgreichen Abschluss (Schule + Praktikum) erhältst du ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis als Kaufmann/Kauffrau und das Berufsmaturitätsdiplom. Das Berufsmaturitätsdiplom ermöglicht dir prüfungsfreien Zugang zu den meisten Fachhochschulen.

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